Aus Wissenschaft und Technik

  • ``Du fragst, Freund `Was ist Theorie?',
    wenn's stimmen soll, und stimmt doch nie!
    `Was Praxis ist?', frag nicht so dumm!
    Wenn's stimmt und keiner weiß warum!''
    Volksmund

  • Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.
    Hermann Hesse

  • ``Die eitle Einbildung, man verstehe alles, kann ja nur daher kommen, daß man nie etwas verstanden hat. Denn wer nur ein einziges Mal das Verständnis einer Sache erlebt hat, wer wirklich geschmeckt hat, wie man zum Wissen gelangt, der weiß auch, daß er von der Unendlichkeit der übrigen Wahrheiten nichts weiß.''
    Galilei Galileo, zitiert nach Fierz72 , S. 57

  • ``Die Philosophie (=Naturwissenschaften) steht geschrieben in dem großen Buch, das uns fortwährend offen vor Augen liegt, dem Universum, aber man kann sie nicht begreifen, wenn man nicht ihre Sprache verstehen und die Buchstaben kennen lernt, worin es geschrieben ist. Es ist geschrieben in mathematischer Sprache, und die Buchstaben sind Dreiecke, Kreise und andere geometrische Figuren; ohne diese Mittel ist es dem Menschen unmöglich, ein Wort davon zu verstehen; es ist nur ein sinnloses Herumirren in einem finsteren Labyrinth.''
    Galileo Galilei , zitiert nach Wussing79, S.163

  • ``Regel Nr. 1:
    ... Laß dich nicht einengen durch gemachte Erfahrungen.
    Worauf ich hinaus möchte, ist, daß junge Menschen die Dinge mit einer deutlicheren Vorstellungskraft betrachten können - einer Vorstellungskraft, die noch nicht durch gesellschaftliche Konventionen und die eigene Vergangenheit getrübt ist.
    Regel Nr. 5:
    Vergiß niemals Deine kindliche Neugier. Sie ist die lebenswichtige Komponente für Phantasie und Vorstellungskraft.''
    Leo Esaki, Physik-Nobelpreisträ 1973: Aus seinen 5 ``Goldenen Regeln''

  • ``Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.''
    Albert Einstein

  • ``Wären meine Arbeiten falsch, würde ein Autor genügen.''
    Albert Einstein über das Buch ``Hundert Autoren gegen Einstein''

  • ``Bei Sommerfeld habe ich den Optimismus gelernt, bei den Göttingern die Mathematik und bei Bohr die Physik''
    Werner Heisenberg über sein Leben

  • ``Bei Braun kommt eine Rechnung nur dann richtig heraus, wenn er zwei Fehler macht, die sich zufällig aufheben.''
    Gängige Meinung über Karl Ferdinand Braun, Erfinder der Braunschen Röhre und Nobelpreisträger

  • ``Wenn es funktioniert, ist es veraltet.''
    Aufschrift auf einem Schild der Konstruktionsabteilung einer englischen Flugzeugfirma

  • ``Durchlauchtigster Fürst, hochedler Herr! Ich, Galileo Galilei, habe ein Werk erfunden, um Wasser zu heben und Ländereien zu bewässern, und zwar sehr leicht, mit wenig Unkosten und großem Vorteil derart, daß bei einem Antrieb durch nur ein Pferd, zwanzig Wasserausläufe vollkommen ununterbrochen springen werden. Da es mir aber nicht zusagt, daß jene Erfindung, die mein Eigentum ist und von mir mit großer Mühe und viel Kosten zustandegebracht wurde, Gemeingut eines jeden Beliebigen wird, so bitte ich ehrerbietig, Euer Durchlaucht möchten mich gnädigst mit der Gunst bedenken, die Eure Huld in ähnlichen Fällen jedem Künstler in irgendeinem Handwerk verleiht, nämlich daß außer meiner Person oder meinen Erben oder solchen, die von mir oder von ihnen ein Recht dazu erhalten, es niemandem gestattet sei, besagtes mein neues Werk anzufertigen, noch es in abgeänderter Form zu anderem Zweck mit Wasser oder einem anderen Stoff zu gebrauchen, auf einen Zeitraum von vierzig Jahren, oder wieviel Euer Durchlaucht gefallen mögen, bei irgendwelcher Euch genehm dünkender Geldstrafe für den Verletzungsfall, von der ich einen Teil erhalte. Wonach ich noch eifriger auf neue Erfindungen zum allgemeinen Wohl bedacht bin und Euch mich untertänig empfehle.''
    Galilei in einem Schreiben an den Dogen von Venedig, das laut [HeindlHigatsberger82] ``als eines der ersten Ansuchen um Patentgewährung gelten kann.''
    zitiert nach [HeindlHigatsberger82]

  • ``Newton was very seriously concerned with questions of priority. [... Newton] stated the following principle: each person must one day make a choice - either to publish nothing, or to devote all his life to the struggle for priority. For himself Newton apparently also made his decision on this, choosing both policies together: he published hardly anything, and he was constantly struggling for priority.''
    V.I Arnol'd in [Arnold90] S.44

Aus Politik und Wirtschaft

  • ``Ich habe die Sorge, daß wir über die Mühen der Einheit das Staunen über die gemeinsame Freiheit verlernen.''
    Bundesratspräsident Johannes Rau, Sep. 1995

  • ``Wir können nicht verkennen, daß wir unter Gewalt leben. Das ist umso einschneidender, als sie von jenen kommt, die wir gegen die Gewalt zu Hilfe riefen und die uns jetzt, nachdem sie jene bewältigen halfen, wie einen besiegten Stamm behandeln; indem sie wichtige Einrichtungen, ohne uns zu fragen, hier über den Haufen werfen.Obenan steht ihr schlechtes Strafgesetzbuch, worin eine Reihe von Paragraphen ehrlichen Leuten gefährlicher sind als den Spitzbuben, die sie angeblich treffen sollen.Obwohl das Land - sowohl wegen der Art, wie es das neue Gebiet gewonnen, als auch, weil wir zum geistigen Leben der Nation ein großes Kontingent gestellt haben - alle Ursache zu bescheidenem Auftreten bei uns hat, kommt doch jeder Kerl von dort mit der Miene des kleinen persönlichen Eroberers und als m"isse er erst die höhere Weisheit bringen.Unglaublich diese naive Rohheit dieser Leute. Auf diese Weise einigt man Deutschland nicht.''
    Wer hat dies wann zu welchem Anlaß gesagt?

  • "Ich bin außerhalb der Nationalschranken aufgewachsen, und für Leute dieser Art ist die blödsinnig vereinfachte Nationalitäten-Einteilung der heutigen Welt dasselbe wie ein winziger Käfig für einen großen Vogel."
    Hermann Hesse

  • Auflösung: Theodor Storm (1867), nachdem die beiden ehemaligen Herzogtümer Schleswig und Holstein dem preußischen Staat einverleibt wurden. zurück

Aus der Literatur

  • ``Jeder Mensch ist nicht nur er selber, er ist auch der einmalige, ganz besondere, in jedem Fall wichtige und merkwürdige Punkt, wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen, nur einmal so und nie wieder. Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig, ewig, göttlich, darum ist jeder Mensch, solange er irgend lebt und den Willen der Natur erfüllt, wunderbar und jeder Aufmerksamkeit würdig.''
    Hermann Hesse

  • "Mancher Mensch sich gänzlich wandelt,
    sobald man menschlich ihn behandelt."
    Eugen Roth

  • "Wir sind gewohnt zu allen Zeiten,
    daß die Menschen verhöhnen,
    was sie nicht verstehen,
    daß sie vor dem Guten und dem Schönen,
    das ihnen oft beschwerlich ist, murren
    will es der Hund wie sie beknurren."
    J.W. von Goethe, Faust

  • ``Wer ein Warum hat, dem ist kein Wie zu schwer.''
    Friedrich Nietzsche

  • ``Das Beste findet sich dort, wo sich Fleiß mit Begabung verbindet.''
    Johannes Kepler

  • "Mancher hält sich vollkommen, nur weil er geringere Ansprüche an sich stellt."
    Hermann Hesse

  • "Damit das Möglich entsteht, muß immer wieder das Unmögliche versucht werden."
    Hermann Hesse

  • "Wer in Torheit und Unwissenheit Arges tut, der sündigt vielleicht weniger, als wer das Gute weiß und es nicht tut."
    Hermann Hesse

  • ``Wäre nicht das Auge sonnenhaft, wie könnten wir das Licht erblicken?''
    Johann Wolfgang von Goethe

Vermischtes

  • ``Freiheit wäre, nicht zwischen schwarz und weiß zu wählen, sondern aus solcher vorgeschriebener Wahl herauszutreten.''
    Th.-W. Adorno

  • ``Mit nichts ist man freigebieger als mit gutem Rat.''
    La Rochefoucauld (1613 - 1680)

  • ``Sich selbst betrügen, ohne daß man es selbst merkt, ist so leicht, wie es schwer ist, andere zu betrügen, ohne daß sie es merken.''
    La Rochefoucauld (1613 - 1680)

  • ``Die Natur schafft das Talent, das Glück bringt es zur Geltung.''
    La Rochefoucauld (1613 - 1680)

  • ``Glaubt nicht dem Hörensagen und heiligen Überlieferungen, nicht Vermutungen oder eingewurzelten Anschauungen, auch nicht den Worten eines verehrten Meisters; sondern was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst und anderen zum Wohle dienend erkannt habt, das nehmt an.''
    Budda

  • ``Behauptung ist nicht Beweis.''
    William Shakespeare

  • ``Meine Damen, Sie sind ebenso schön wie unvorbereitet. Beides ein Grund, daß wir uns bald wiedersehen.''
    Karl Federhofer zu zwei Studentinnen nach einer Prüfung

  • ``Studieren heißt sich und nicht andere bemühen''
    Heinrich Trinter; Professor an der Gh Kassel bis 1993

  • ``Sie sind so unendliche träge, daß Sie sich eigentlich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen müßten!''
    Lehrer zu einem Mitschüler

In eigener Sache

  • Wilhelm Busch: Fips der Affe
    Fips der Affe
  • Wilhelm Busch: Erbauliche Bescheidenheit
    Erbauliche Bescheidenheit

    Sehr schlecht befand sich Mutter Klöhn.
    Sie kann nicht gehn,
    Ist krumm und lahm
    Und liegt zu Bett und rührt sich nicht.
    Seit zwanzig Jahren hat sie schon die Gicht.

    Herr Küster Bötel, welcher häufig kam,
    Um gute Beßrung ihr zu wünschen,
    Erzählt ihr auch des weitern,
    Um sie ein wenig zu erheitern,
    Die Mordgeschichte, die man jüngst verbrochen.

    Ja, denken Sie nur mal,
    Der Präsident von Frankreich ist erstochen
    Von einem Strolch
    Mit einem Dolch.
    Ist das nicht ein Skandal?

    Oh, Lüh und Kinners, rief sie voller Graun,
    Wat gift et doch vär Minschen.
    Sau wat könnt eck doch nich e daun!!

    Herr Bötel sprach und sah sie freundlich an:
    Dies Wort von Ihnen mag ich leiden.
    Ein guter Mensch ist niemals unbescheiden
    Und tut nicht mehr, als was er kann.
    Adieu, Frau Klöhn!
    Auf fröhlich Wiedersehn!

  • Otto Walkes: Das Taschenbuch der Ottifanten, S. 55
    Wachtmeister Klöhn 1
    Wachtmeister Klöhn 2
    Wachtmeister Klöhn 3
    Wachtmeister Klöhn 4